Für die ISU Synchroneiskunstlauf Weltmeisterschaften vom 9. bis 11. April bekommt die Salzburgarena eine eigene, mobile Eisfläche. Acht Tage lang dauert der Aufbau, sorgfältig durchgeführt mit heimischer Expertise durch das Tiroler Unternehmen AST Eis- und Solartechnik GmbH.
Zentimeter für Zentimeter, Schicht für Schicht. In präziser Arbeit bauen die Experten der AST Eis- und Solartechnik GmbH jene mobile Eisfläche in die Salzburgarena, auf der bei den ISU Synchroneiskunstlauf Weltmeisterschaften vom 9. bis 11. April die Besten der Besten bei Idealbedingungen um WM-Gold, WM-Silber und WM-Bronze kämpfen werden.
„Der erste wichtige Schritt ist das gezielte Auslegen von Eismatten unter der eigentlichen Eisfläche. Die mit Kühlmitteln gespeiste Kälteanlage hält das Eis von unten stabil bei einer Temperatur von -10°C“, erklärt Murat Yilmaz, Vertriebsleiter bei der AST Eis- und Solartechnik GmbH. Mit einer Größe von 28 mal 60 Metern ist die Eisfläche in der Salzburgarena eine Spur kleiner als der europäische Standard, liegt aber im vom Eislauf-Weltverband (ISU) vorgesehenen Toleranzbereich und ist größer als etwa eine NHL-Eisfläche.
Erster Schritt im Aufbau der mobilen Eisfläche ist das Verlegen der Matten, durch die Kühlflüssigkeit durchfließt, die das Eis in der richtigen Konsistenz halten wird. Der zweite wichtige Schritt ist der Aufbau des Eises. Das AST-Team arbeitet Tag und Nacht in zwei Schichten. Nach dem ersten Tag, als der erste Zentimeter Eisfläche komplett war, wurden die Banden aufgestellt, schildert Thomas Hundertpfund, der die Arbeiten in der Salzburgarena leitet. Nach der vierten Zentimeterschicht wird die Werbeflächen eingefärbt, dafür wird ein Kalkgemisch mit Farbpulver verwendet. Bis zum kommenden Wochenende folgen kontinuierlich die weiteren Schichten Eis, bis die gewünschte Dicke erreicht sein wird.
Eine Besonderheit ist die höhere Dichte der Eisfläche im Vergleich zu Publikumseisflächen oder beispielsweise auch zur Eisfläche bei der Eishockey-Weltmeisterschaft 2025 in Dänemark, die ebenfalls von der AST Eis- und Solartechnik GmbH aufgebaut wurde. „Das Eis hier in der Salzburgarena ist acht Zentimeter dick, also drei Zentimeter dicker als bei der Eishockey-WM. So schaffen wir die bestmöglichen Konditionen für die Teams bei den Weltmeisterschaften“, erklärt Yilmaz. Das erhöht den Arbeitsaufwand der Eisfläche um etwa 30 Stunden, garantiert aber die Robustheit, die für unzählige Trainingseinheiten und die Wettkampfauftritte erforderlich ist.
Um diese möglichst beste Eisqualität nicht nur während des Aufbaus vorzubereiten, sondern auch während der Wettkampftage aufrecht zu erhalten, setzt das Team auf Profi-Equipment. So ist unter anderem auch eine Eismaschine in der Salzburgarena, die zuletzt in der Skating Arena von Mailand bei den Olympischen Spielen im Einsatz war. Gleichzeitig sind Hundertpfund und sein Team auch in der WM-Woche emsig im Einsatz, um mit Nachproduktion die Eisfläche in fortwährend gutem Zustand zu halten und entstandene Kratzer und Einkerbungen auszumerzen. „Uns ist die Rückmeldung der Sportlerinnen nach den Trainingseinheiten sehr wichtig, um das Eis bestmöglicher Qualität aufzubereiten“, betont Hundertpfund.
Eine besondere Herausforderung in Salzburg ist, dass die Salzburgarena keine permanente Sportstätte für Eissportarten ist, sondern eine Multifunktionsarena. Damit herrscht ein anderes Klima als in Eishallen, erklärt Yilmaz: „Wir benötigen viel frische Luft, um die Feuchtigkeit abzuleiten. Außerdem setzen wir auf eine 1,5 fache Kälteleistung, um die gewünschte Eistemperatur aufrechtzuerhalten.“ Diese liegt gemäß der geschätzten Innentemperatur in der Halle bis zu annähernd 30°C unter der Lufttemperatur, die durch eine ausverkaufte Halle nach oben getrieben werden kann. Kein Problem für die Experten von der AST Eis- und Solartechnik GmbH, die darauf vorbereitet sind. Verlässliche Erfahrungswerte gibt es freilich keine, weil in der Salzburgarena erstmals eine Eisfläche eingebaut wird.
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