Wenn sich die besten Synchroneiskunstlaufteams der Welt am 10. und 11. April zu den Weltmeisterschaften in Salzburg treffen, sind zwei Salzburgerinnen mitten drin. Katharina Grantner und Linda Marginean nehmen beim österreichischen WM-Starter, dem Team Colibris Vienna, tragende Rollen ein.
Es wird der Höhepunkt ihrer bisherigen Eislaufkarriere: Als Team-Captain wird Katharina Grantner das Team Colibris Vienna bei der Heim-Weltmeisterschaft auf das Eis in der Salzburgarena führen. Schon die ganze Saison baut sich in ihr das Gefühl auf, sich einem herausragenden sportlichen Ziel zu nähern. „Es werden bestimmt sehr emotionale Tage für mich“, fiebert sie voller Tatendrang auf den Auftritt in ihrer Heimatstadt hin. „Nicht nur ich, das gesamte Team verspürt eine riesige Vorfreude, uns bei der WM von unserer besten Seite zu präsentieren.“
Die Synchroneiskunstlauf-Weltmeisterschaft 2026 in Salzburg ist für Katharina Grantner und ihre langjährige Weggefährtin Linda Maginean nicht nur ein Karriereerlebnis im Superlativ, sondern auch eine Rückkehr zu ihren Wurzeln. Viele Jahre liefen die beiden für das Team Sweet Mozart und erlangten in Salzburg ihre spitzensportliche Reife. An drei Weltmeisterschaften nahmen sie mit Sweet Mozart teil, ehe beide ihren Lebensmittelpunkt für das Studium nach Wien verlegten.
Carmen Kiefer, Präsidentin von Skate Salzburg und WM-OK-Chefin, erinnert an die erfolgreichen Jahre, als das Salzburger Team Österreich mehrfach auf der WM-Bühne vertreten hat, ehe es 2020 zu einem Neustart und zur Gründung der Sweet Mozart Academy gekommen ist. „Umso mehr freut es uns, dass einige Salzburger Läuferinnen, die bis 2020 bei uns im Team gelaufen sind, nun im Nationalteam des Teams Colibris Vienna die Heim-WM auf Salzburger Eis laufen können.“
Ehemalige Teamkolleginnen, die heute im Salzburger Verein in wichtigen Funktionen arbeiten, schätzen Grantner aufgrund ihrer vielseitigen Fähigkeiten auf dem Eis, ihrer beispielgebenden Zielstrebigkeit und hohen Disziplin. Marginean ist aufgrund ihrer Energie, ihres vorbildlichen Teamgeists und ihrer überzeugenden Präsenz in der Mozartstadt in bester Erinnerung.„Eine besondere Ehre“
Mit ihrer großen Erfahrung trotz ihres jungen Alters, ihrer Zielstrebigkeit und ihrer Lebensfreude ist Grantner für Colibris-Trainerin Sabine Konrath die ideale Anführerin: „Katharina ist eine starke Persönlichkeit und damit ein wesentlicher Stabilitätsfaktor in unserem Team. Sie schafft es mit ihrer positiven Energie, ihrer Verlässlichkeit und ihrem ausgeprägten Verantwortungsbewusstsein unterschiedlichste Charaktere auf einer Ebene zu vereinen und alle auf ein gemeinsames Ziel einzuschwören.“
Beim Synchroneiskunstlauf ist genau das das Erfolgsgeheimnis. Denn das Miteinander steht über allem. Je näher die einzelnen Elemente in den Programmen der absoluten Synchronität kommen, desto besser gelingt die Performance. „Katharina hat eine tolle Übersicht und ein beeindruckendes Gefühl für das Zusammenspiel im Team. Sie motiviert andere durch ihre Vorbildrolle und kann mit ihrer technischen Präzision das Team in entscheidenden Wettkampfmomenten tragen“, ist ihre Trainerin voll des Lobes über die junge Salzburgerin. „Ich kann mich in jeder Situation sowohl sportlich als auch menschlich auf sie verlassen!“
Ihre Vorbildfunktion will die 24-jährige Kapitänin bei der Heim-WM erstklassig interpretieren. Sie bereitet sich akribisch auf die Aufgabe vor und bleibt demütig: „Kein Zweifel: Für mich als gebürtige Salzburgerin ist es eine besondere Ehre, bei der WM in meiner Heimatstadt im Nationalteam laufen zu dürfen.“
16 Läuferinnen bilden das rot-weiß-rote WM-Team, das in Salzburg auf das WM-Eis gehen wird. Ein Viertel hat Salzburg-Bezug. Wie Grantner ist auch Linda Marginean in der Mozartstadt geboren, auch für sie steht unmittelbar vor einer echten Heim-WM. „Linda zeichnet ihr Ehrgeiz aus, eine enorme Motivation und die Bereitschaft, hart an sich zu arbeiten“, beschreibt Konrath sie. Die Trainerin lobt ihr technisches Können, ihre beeindruckende Auffassungsgabe und ihre Fähigkeit, unter Druck souverän zu bleiben. Außerdem schätzt sie ihre Offenheit und ihren Humor als essentielle Elemente im Teamgefüge.
Katharina Devitofranceschi stammt aus den USA und ist für eines der renommiertesten Synchroneiskunstlaufteams in New York gelaufen. Während sie an der Universität Wien ihr Masterstudium in Biological Anthropology absolvierte, lief sie drei Jahre lang im Team Sweet Mozart. Heute ist die 33-Jährige Eistanztrainerin im Verein Colibris Vienna und eines der Aushängeschilder des WM-Teams. Konrath weiß die riesige Erfahrung Devitofranceschis, die bereits ihre 16. Saison in dieser Sportart läuft, zu schätzen.
Die Wienerin Isabella Messinger hat eine Saison in Salzburg verbracht. Nachdem die WM 2020 Pandemie bedingt abgesagt wurde, versuchte sie ihr Glück beim tschechischen Verein Darlings. Den Weg zu ihrer ersten Weltmeisterschaft fand sie nun mit dem Team Colibris Vienna. „Mit ihrem außergewöhnlichen Willen und großer Beharrlichkeit hat sie es sich absolut verdient, endlich auf der WM-Bühne laufen zu dürfen“, findet ihre Trainerin.
Für die neuen Talente in der Sweet Mozart Academy ist der WM-Start der ehemaligen Mitglieder des Salzburger Teams ein besonderer Ansporn. „Während sie selbst als Helferinnen in verschiedenen Bereichen einen wichtigen Beitrag zum Gelingen der Titelkämpfe leisten, können sie ihre Salzburger Vorbilder auf dem WM-Eis bewundern. Das verleiht eine Extra-Motivation für die kontinuierliche sportliche Weiterentwicklung im Salzburger Synchroneiskunstlauf-Nachwuchs“, betont Kiefer.
Die 22 besten Synchroneiskunstlaufteams der Welt werden am zweiten April-Wochenende bei der Weltmeisterschaft in der Mozartstadt an den Start gehen. Sie werden mit leidenschaftlichen Auftritten das Publikum in der Salzburgarena zum Staunen bringen: mit kreativen Choreografien, höchstem technischen Niveau und in minutiös eingeübter, präziser Synchronität. Auf besondere Unterstützung von den Tribünen darf sich das österreichische Nationalteam des Team Colibris Vienna freuen, in erster Linie die beiden Salzburgerinnen Katharina Grantner und Linda Marginean, die am 10. und 11. April ihren Traum von der echten Heim-WM leben dürfen.
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